Nutzerkonto

Martin Warnke: Betriebssysteme der Wissenschaft
Betriebssysteme der Wissenschaft
(S. 152 – 156)

Martin Warnke

Betriebssysteme der Wissenschaft

PDF, 5 Seiten

Zwar ärgern Akademiker sich über sie, es gilt aber, sie zu beschreiben, die Medien des Wissenschaftsbetriebs, denn sie bestimmen ihre Lage. Zwischen Gängelung, Dequalifizierung und stummer Steuerung tun sie ihren hocheffizienten Dienst. Ihnen zu entrinnen, scheint unmöglich.
Even though scholars are annoyed by them, they yet have to be described, the media of academic business, because they determine their situation. Between patronizing, dequalification, and silent control, they do their highly efficient service. To escape them seems to be impossible.

  • Anwendungssystem
  • Verwaltung
  • Editorial System

Meine Sprache
Deutsch

Aktuell ausgewählte Inhalte
Deutsch, Englisch, Französisch

Martin Warnke

ist geschäftsführender Institutsleiter am Institut für Kultur und Ästhetik digitaler Medien (ICAM) der Universität Lüneburg und verantwortet mit Rolf  Großmann den Bereich Digitale Medien/ Kulturinformatik. Ferner ist er derzeit Sprecher des DFG-Projekts «Meta-Image» in Kooperation
mit der Humboldt-Universität zu Berlin und der Universität zu Köln. Bis einschließlich 2008 war er Sprecher des Fachbereichs »Informatik und Gesellschaft« des GI e. V.

Weitere Texte von Martin Warnke bei DIAPHANES
Gesellschaft für Medienwissenschaft (Hg.): Zeitschrift für Medienwissenschaft 7

Serielle Produktion, Strukturen und Ästhetiken der Serialität und serienförmige Zeit- und Verhaltensordnungen sind ein ausgezeichnetes Signum der Moderne. Sie sind eng verbunden mit den zyklischen Bewegungen der Maschinen und der damit einhergehenden serialisierten industriellen Produktion. Zugleich mit den seriellen Produktionsverfahren entstanden im 19. Jahrhundert serielle mediale Formen wie in Serien veröffentlichte Romane, Comics, Zeitschriften. Wie sehr sich die Serien der Produktion und die medialen Serien gegenseitig steigern, zeigt sich genau zu jenem Zeitpunkt, an dem Medien zu Massenmedien werden. Daher ist es nicht erstaunlich, dass das Prinzip der Serie sowohl in den Wissenschaften, Künsten und schließlich in der philosophischen Reflexion Einzug hielt.

 

Schwerpunktredaktion: Benjamin Beil, Lorenz Engell, Jens Schröter, Herbert Schwaab, Daniela Wentz