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Literatur

Carior est ipsa mentula
Carior est ipsa mentula

Pascal Quignard

Der »fascinus«

Carior est ipsa mentula (Mein Penis ist wertvoller als mein Leben). Es gab sechs Vestalinnen, die unter der Aufsicht der ältesten standen, der Virgo maxima. Sie bewachten den unenthüll­baren Glücksbringer und unterhielten die Herdflamme. Wenn eine das Keuschheitsgelübde brach, wurde sie auf dem Frevelfeld (Campus sceleratus) nahe der Porta Collina lebendig begraben, dort, wo die Wölfinnen (die Prostituierten in der vorgeschriebenen braunen Toga, die später die Büßermönche übernahmen) am 23. April der Venus Erycina huldigten und sich vor dem Volk vollständig...
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Aktuelle Texte

Diane Williams

How about some string?

I said “Would you like a rope? You know that haul you have is not secured properly.”
“No,” he said, “but I see you have string!”
“If this comes into motion—” I said, “you should use a rope.”
“Any poison ivy on that? ” he asked me, and I told him my rope had been in the barn peacefully for years.
He took a length of it to the bedside table. He had no concept for what wood could endure.
“Table must have broken when I lashed it onto the truck,” he said.
And, when he was moving the sewing machine, he let the cast iron wheels—bang, bang on the stair.
I had settled down to pack up the flamingo cookie jar, the cutlery, and the cookware, but stopped briefly, for how many times do you catch sudden sight of something heartfelt?
I saw our milk cows in their slow...

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Johannes Binotto

Der Zähmung widersprechen

Von der Zähmung zu sprechen und ihr zu widersprechen muss damit anfangen, das Wort selbst zum Reden zu bringen. »Zahm« – der rätselhafte Ausdruck geht auf dieselben sprachgeschichtlichen Wurzeln zurück wie die Wörter »Damm« und »Zimmer«. Das Zähmen, so macht die Etymologie damit bereits klar, ist ein Akt der Eindämmung, des Abscheidens und der Einpassung. Was einmal gezähmt wurde, hat seither einen klar begrenzten Ort, seine eigene Kammer, in die es fortan nicht einmal mehr eingesperrt werden muss, weil es das Zimmer in Form seiner Zähmung dauernd mit sich herumträgt. Der zahme Bär an der Leine des Schaustellers, wie man ihn noch Anfang des 20. Jahrhunderts auf den Jahrmärkten vorführte, schien zwar auf dem offenen Dorfplatz zu stehen, steckte dabei aber doch eigentlich im grausamen Käfig seines Dompteurs, den dieser ebenso eng wie unsichtbar um ihn gezimmert hatte.

Noch suggestiver ist da das Französische, wo man das zahme Tier »animal privé«...

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Eins mit der Stadt
Eins mit der Stadt

Joseph Mitchell

Street Life

Zu meiner Zeit habe ich mich in jedem einzelnen der vielen hundert Viertel, aus denen diese Stadt sich zusammensetzt, gründlich umgetan, und mit »Stadt« meine ich die ganze Stadt – Manhattan, Brooklyn, die Bronx, Queens und Richmond. In manchen Ecken war ich nur ein, zwei Mal, aber in anderen Vierteln – oder in bestimmten Straßen – war ich wieder und immer wieder, manchmal aus Gründen, über die ich mir genau im Klaren bin, manchmal aus ­Gründen, die ich nur dunkel ahne, manchmal aus...
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Ist das Drama k.o.? Ist das Theater k.o.?

Alexander García Düttmann

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Ein Roadtrip ohne Road

Mário Gomes

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