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J.G. Ballard: Liebe & Napalm. Export USA

J.G. Ballard

Liebe & Napalm. Export USA

Broschur, 224 Seiten

Erscheint am 25.05.2020

1970 zum ersten Mal unter dem Titel The Atrocity Exhibition erschienen, gilt dieser auch in formaler Hinsicht wegweisende Text als J.G. Ballards wichtigstes Buch. Zweifellos aber ist das in den USA schon früh der Zensur anheimgefallene Werk sein einflussreichstes, vor allem in Popkultur und Kunst. J.G. Ballards fragmentierte Mikroromane beschreiben auf visionäre Weise wie die Massenmedien das Bewusstsein erobern und zer­splittern.
Der Psychiater mit seinen wechselnden Namen (Talbert, Traven, Travis...) ist verfolgt von gewaltsamen Bildern und Ereignissen der späten 1960er-Jahre – vom Attentat auf John F. Kennedy, dem Tod Marilyn Monroes, dem Vietnam Krieg – und wird selbst zum Attentäter, Pilot, Unfallopfer… Innere und äußere Realitäten, Körper und Land­schaften ­verbinden sich untrennbar, und die Vision eines 3. Weltkriegs ersteht: »In seinem Bewusstsein repräsentiert dieser die endgültige Selbstzerstörung und das Ungleich­gewicht einer asymmetrischen Welt… Der menschliche Organismus ist eine Schreckensschau, und er ist ihr unfreiwilliger Zuschauer.« Ein experimenteller Text als Störfeuer gegen die Übermacht der Massenmedien.

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J.G. Ballard

begann als Science-Fiction-Autor in den späten 1950er-Jahren, ging aber schon sehr bald andere Wege, da die Zukunft für ihn nicht im »outer space«, sondern im »inner space« lag. In den 1970ern veröffentlichte er »Crash« (verfilmt von David Cronenberg), »High-Rise« und »Concrete Island«, später »Empire of the Sun« (verfilmt von Stephen Spielberg) und weitere Romane über die Auswirkungen technologischer und architektonischer Entwicklungen auf die Gesellschaft, mit denen er seiner Zeit immer weit voraus war.
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