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Literatur

Upending meanings and rewriting sanity
Upending meanings and rewriting sanity

A. L. Kennedy

What is an Author?

The one who takes the temperature of widespread amphetamine dreams, who carves out screaming headlines to turn up the heat. The one who makes every morning a dose of paranoia, an uptick of fathomless rage. When it all burns you’ll know – a writer was there at the first, taking words and dipping them in shit, upending meanings and rewriting sanity.   The one who writes the speeches for the tiny and furious men. The one who frames every demand, every statement...
Aktuelle Texte

Stephen Barber

Twenty-four hours in state of unconsciousness

Now the dead will no longer be buried, now this spectral city will become the site for execrations and lamentations, now time itself will disintegrate and void itself, now human bodies will expectorate fury and envision their own transformation or negation, now infinite and untold catastrophes are imminently on their way —ready to cross the bridge over the river Aire and engulf us all — in this winter of discontent, just beginning at this dead-of-night ­instant before midnight, North-Sea ice-particles already crackling in the air and the last summer long-over, the final moment of my seventeenth birthday, so we have to go, the devil is at our heels… And now we’re running at full-tilt through the centre of the city, across the square beneath the Purbeck-marble edifice of the Queen’s ­Hotel, down towards the dark arches under the railway tracks, the illuminated sky shaking, the air fissured with beating cacophony,...

ABO

 

Themen

 

»Es begann am Arsch der Welt.«
»Es begann am Arsch der Welt.«

Louis Calaferte

Requiem für die Schuldlosen

Ich meine immer noch Ledernacht zu hören, den alten deutschen Juden, wie er behauptet, Christus sei nicht gekreuzigt, sondern mit Schuhabsätzen zermatscht worden, wodurch jegliche Wiederauferstehung ziemlich unwahrscheinlich werde. Sobald er betrunken war, rief er von einem Ende der Straße zum anderen, von einem Ende des Viertels zum anderen seine Überzeugung heraus: Seine Stimme brauchte nur eine Oktave oder zwei höher zu steigen, und schon konnte man ihn in allen vier Himmelsrichtungen hören. Genauso aufrichtig wie Christus selber. Aber immer nur,...
  • Autobiographie
  • Armut
  • Erinnerung
  • Jugend
  • Gewalt
Aktuelle Texte

Jochen Thermann

Ich hätte ihn nicht einstellen dürfen

Ich hätte ihn nicht einstellen dürfen. Dabei schien er geeignet, meinen regulären Koch zu vertreten. Schneider hatte sich krankgemeldet, und da es eine langwierige Geschichte zu werden drohte, hatte ich den stämmigen kleinen Mann, der nur gebrochen deutsch sprach, ohne viel Aufhebens eingestellt. Das Geschäft musste schließlich weitergehen, die Gäste waren hungrig.

Oft werden einem ja die komplizierten Beziehungen, die man unterhält und die von einem schwer entzifferbaren Codex begleitet werden, gar nicht klar. Erst wenn die Dinge aus dem Ruder laufen, erkennt man, wie gut zuvor die selbstregulativen Mechanismen griffen: wie Schneider seine Einkäufe organisierte, wie er seine Gehilfen anwies, seine Zutaten komponierte und wie treu er selbst daran interessiert war, das Geschäft voranzutreiben.

Der Aushilfskoch arbeitete vordergründig genauso. Er kaufte selbst ein. Er kochte ganz ausgezeichnet, und man lobte mich sehr für die überraschenden Geschmäcker, die der Hilfskoch Waldemar auf der Zunge meiner Gäste zum Vorschein brachte. Waldemar hatte eine...

Aktuelle Texte
Ein Roadtrip ohne Road

Mário Gomes

Ein Roadtrip ohne Road

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