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Wissenschaft

Zur Kritik der generischen Vernunft
Zur Kritik der generischen Vernunft

Zoran Terzić

Die Verallgemeinerung des Menschen

»Eine eigene Technologie zu haben ist nicht das Gleiche wie eine eigene Geschichte zu haben«, schreibt Jonathan Franzen. »Es ist vielmehr das Gegenteil davon: Es bedeutet, die gleiche Geschichte zu haben wie alle anderen auch.« Franzen kritisiert den Einfluss der neuen Medien auf unsere Weltwahrnehmung und reagiert allergisch auf alle Spielarten der generischen Vernunft. Kunstschaffende verweigern sich notgedrungen dem Generischen: Sie haben eine Geschichte, die niemand sonst hat. Aber ist es deswegen eine eigene Geschichte? Jede Kunstform schafft einen gesellschaftlichen...
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Aktuelle Texte

Dieter Mersch

Digital Disrupture

Theorien des Digitalen beziehen ihre Konjunktur aus einer zweideutigen Lage. Zum einen besitzen sie ihre Herkunft in den Visionen und Utopien der gegenkulturellen Aufklärung der 1970er Jahre, aus denen nicht nur der Personal-Computer, sondern auch die Medienwissenschaften und Medientheorien hervorgegangen sind, die den digital disrupture theoretisiert und unter Reflexion gestellt haben und nach deren Diagnose wir vor einer ebenso nachhaltigen Zäsur stehen wie die frühe Neuzeit mit der Erfindung des Buchdrucks. Alle Zeichen und Inhalte bisheriger Kulturen stehen damit auf dem Prüfstand, werden transformiert und von einer Entwicklung überholt, deren weitere Dynamik kaum absehbar ist. Die mit der Digitalisierung verbundene technologische Wende, so die allgemeine Analyse, werde alle Lebensverhältnisse dermaßen verändern und von Grund auf durchschütteln, dass mit Marshall McLuhan und dessen zusammen mit Quentin Fiore verfassten Buch, dessen Titel ironischerweise nicht lautet: The Medium is the Message, sondern The Medium is the Massage, von einer gründlichen ›Massage‹ des gegenwärtigen...

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Aktuelle Texte
Courbets Gesicht, erfunden von Baudelaire

Michael F. Zimmermann

Courbets Gesicht, erfunden von Baudelaire

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  • Kunstgeschichte
  • Malerei
  • Subjekt
  • Selbstporträt
  • Kunsttheorie
  • Zeichnung

M+M Program in Media and Modernity: Elena Vogman, “Dance of Values”

03.03.2020, 17:00

Princeton University – School of Architecture – Room N107
08544 Princeton, NJ
USA

Internationale Tagung: Datennaturen

06.03.2020, 17:30 – 07.03.2020

Kunstraum Walcheturm
Kanonengasse 20
8004 Zürich
Schweiz

“Dance of Values”
A lecture by Elena Vogman

25.02.2020, 19:00

Light Industry
Freeman Street 155
11222 Brooklyn; NY
USA

 

Themen
  • Wissen-Nicht-Wissen

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    • Staunen
    • Nicht-Wissen
    • Poetologie des Wissens
    • Poetik
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    • Wissensgeschichte
    • Literaturwissenschaft
    • Experiment
  • Autofiktion | Metafiktion

    Autofiktion | Metafiktion

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  • DENKT KUNST? DENKT KUNST!

    DENKT KUNST? DENKT KUNST!

    Denkt Kunst! Das bedeutet, sie zuallererst angemessen denken zu lernen – das heißt, in Begriffen und Argumenten zu fassen, was sich vorderhand nicht in Form von Begriffen, sondern in Wahrnehmungsgestalten, Figuren, Klängen, Rhythmen und Konstellationen artikuliert. Denkt Kunst? Denkt Kunst!

  • Choreographing multitudes

    Choreographing multitudes

    • Medien des Sozialen
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Aktuelle Texte

Sandra Frimmel

Warum soll das Kunst sein?

Ich hasse die Avantgarde. Wenn ein derart selbstironischer und selbstreflexiver Künstler wie Yuri Albert solch eine Aussage über Kunst trifft, dann sind Zweifel angebracht. Wie seine gesamte Serie Elitär-demokratische Kunst spielt auch dieser Werktitel bewusst mit einfachen Bejahungen und Verneinungen und rückt zugleich das Rezeptionsdilemma der Serie ins Bild: Ein (Groß-)Teil der künstlerisch vorgebildeten Betrachter sieht die Arbeiten in Stenografie als abstrakte Formen, ohne den Text zu verstehen, und nur die wenigen, die (russische) Stenografie lesen können, nehmen einen Text wahr, der für sie jedoch nicht zwangsläufig Kunst sein muss.

Ich hasse die Avantgarde entstand 2017 nach einer Skizze von 1987 als Reaktion auf eine veränderte Rezeptionssituation der nonkonformistischen Kunst. Mit Beginn der Perestroika konnte die inoffizielle Kunst, die bislang aus dem staatlichen Kunstbetrieb, d.h. aus der offiziellen Infrastruktur von Museen und Ausstellungsräumen sowie aus den Diskursen von Kunstwissenschaft und -kritik ausgeschlossen war, plötzlich in größeren, öffentlich zugänglichen Ausstellungen gezeigt werden....

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  • Schrift
  • Sozialismus
  • Demokratie

 

The world is all that is the case
The world is all that is the case

Françoise Armengaud, Annabelle Buxton

Wittgenstein’s Rhinoceros

The two young men meet up at the Cambridge railroad station. While waiting for the train, they browse the shelves of the station bookshop. All of a sudden, Wittgenstein grabs Pinsent’s arm: “Look at the title of this book!” “What a coincidence!” exclaims Pinsent, “It is perfect for you!” Both start to laugh. They purchase the novel of a famous English detective novelist entitled A Rhinoceros in the Library. Wittgenstein is very excited. “David, listen carefully,” he says to Pinsent. “I already have three things...
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