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Emmanuel Levinas: Die Obliteration

Emmanuel Levinas

Die Obliteration
Gespräch mit Françoise Armengaud über das Werk von Sacha Sosno

Übersetzt von Johannes Bennke und Jonas Hock

Mit einem Vorwort von Johannes Bennke

Mit einem Nachwort von Dieter Mersch

Broschur, 80 Seiten

Erscheint am 10.12.2018

Das hier erstmals auf deutsch vorgelegte Gespräch stellt eines der raren Zeugnisse dar, in denen sich Emmanuel Levinas zur bildenden Kunst äußert. Ausgehend von den Plastiken des französischen Bildhauers Sacha Sosno verhandelt der Text das komplexe Verhältnis von Ethik und Ästhetik nicht, wie sonst zu erwarten bei ­Levinas, am Antlitz und der Sprache, sondern am Begriff der l´oblitération. Mit der »Obliteration« bezeichnet Levinas etwas, das ein genuin bildnerischen Denken erkennen lässt und sich den künstlerischen Operationen und Praktiken zuwendet. Diesem »Unverfügbaren« ist wesentlich ein Störcharakter eigen. Levinas wendet sich damit von der »unbeschwerten Sorglosigkeit des Schönen« ab und den materiellen Abnutzungsprozessen zu. Gerade diese affirmiert er wegen ihres gestalterischen Potentials für die Einzigartigkeit des Gegenwärtigen.


Der Gesprächstext wird ergänzt durch Photographien von Sosnos Werken von André Villers, ein Vorwort von Johannes Bennke und ein Nachwort von Dieter Mersch.

  • Körper
  • Skulptur
  • Ästhetik
  • Kunsttheorie

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Emmanuel Levinas

Emmanuel Levinas

war ein jüdisch-französischer Philosoph. Er kann als einer der bedeutendsten Denker des 20. Jahrhunderts gelten. Insbesondere sein Denken und seine Ethik des Anderen sind es, die seine weitreichende philosophische Wirkung ausmachen. Als religiöser Denker übte er – etwa mit seinen Talmud-Kommentaren – großen Einfluss auf die christliche Theologie und den jüdisch-christlichen Dialog aus.

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