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Ute Holl, Moritz Josch, ...: XT vs. ET
XT vs. ET
(S. 223 – 235)

Ute Holl, Moritz Josch, Dave Tompkins

XT vs. ET
Ute Holl und Moritz Josch im Gespräch mit Dave Tompkins

PDF, 13 Seiten

Dave Tompkins Buch How to wreck a nice beach: The Vocoder from World War II to Hip-Hop über Medien der Spracherkennung, Nachrichtendienste, Krieg und Popkultur ist weit mehr als eine Geschichte des Vocoders vom 2. Weltkrieg zum Hip-Hop, als die es angekündigt ist. In der Verschränkung von Popkultur und militärisch-industrieller Forschung vertauscht Tompkins die Position eines medientechnischen Apriori gegen Aliens, Formanten und Transformanden. Tompkins Buch, das selbst, wie der Titel ankündigt, alle Formen akustischer Spiele treibt und übertreibt, ist zugleich ein Roman der Erinnerung an Stimmen, die, aus dem Nichts oder dem All kommend, die Kinderohren der siebziger und achtziger Jahre mit den außerirdischen Aspirationen der Labore vernähten.

  • Elektronische Musik
  • Popkultur
  • Vocoder
  • Spracherkennung
  • Nachrichtentechnik

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Ute Holl

Ute Holl

ist Professorin für Medienwissenschaft an der Universität Basel. Zu ihren Forschungsschwerpunkten gehören Medienästhetik und Wahrnehmungstheorien, mediale Anthropologie und experimentelles Kino, sowie Kinosound und Elektroakustik. Sie ist Autorin mehrerer Bücher.

Weitere Texte von Ute Holl bei DIAPHANES

Moritz Josch

studiert im Master Medienwissenschaft und Soziologie an der Universität Basel. Seinen Bachelor in Kultur- und Kommunikationswissenschaft machte er 2009 an der Zeppelin Universität. Danach arbeitete er eineinhalb Jahre für die Deutsche Grammophon (Universal Music), für die er noch heute tätig ist.

Dave Tompkins

hat für Grantland, Pitchfork, Oxford American, The Believer, The Wire und Village Voice geschrieben. Momentan erforscht er Bass-Sub-Frequenzen und Sustained Decay in Südflorida.

Gesellschaft für Medienwissenschaft (Hg.): Zeitschrift für Medienwissenschaft 6

Seit geraumer Zeit ist eine innovative Wechselwirkung zwischen Sozialtheorie und Medienforschung zu beobachten, die aber in ihren Voraussetzungen und Konsequenzen ungeklärt geblieben ist. Die innovativsten Verbindungen entstanden dabei oft in Forschungsrichtungen, die ihre praxistheoretische Vorgehensweise fortlaufend begründen mussten: in der Mikro- und Sozialgeschichte der Geschichtswissenschaft, in der linguistischen Konversationsanalyse und Diskursanalyse (mitsamt ihren Workplace Studies), in der Ethnologie und der Europäischen Ethnologie, und last but not least in der Techniksoziologie der internationalen Science and Technology Studies mit ihren historischen und ethnographischen Varianten. Auf diesem Wege ist eine praxistheoretische Überschneidung zwischen Sozial- und Medientheorie (und zwischen Sozial- und Techniktheorie) entstanden, die den soziologischen Vorannahmen der internationalen Media Studies, aber auch einer mitunter übermächtigen kulturwissenschaftlichen Abwehr sozialtheoretischer Diskussionen entgegenläuft.

Redaktion: John Durham Peters, Erhard Schüttpelz

Mit einer Dokumentation zum kontroversen Habilitationsverfahren von Friedrich Kittler.

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